Baureihe 650

Ursprünglich ein Produkt des Herstellers Adtranz, wurde der RS1 durch die Stadler Rail AG weiter produziert und verkauft, seit Bombardier Transportation bei Übernahme von Adtranz den Standort in Berlin-Wilhelmsruh im Jahr 2001 aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen musste. Es handelt sich um ein normalspuriges Vollbahnfahrzeug nach UIC-Norm, das somit Längskräfte von 1500 kN verträgt; es wurde mit Mittelpufferkupplung (Scharfenbergkupplung/BSI-Kompaktkupplung) oder herkömmlicher europäischer Zug- und Stoßeinrichtung ausgeliefert. 65 % des Fahrzeugbodens sind niederflurig und für eine Bahnsteighöhe von 55 cm ausgelegt. Auf der Schönbuchbahn ist eine Sonderausführung für 76-cm-Bahnsteige im Einsatz. Hochflurig ist der Triebwagen über den beiden zweiachsigen Drehgestellen an den Enden.

Zwei unabhängige dieselmechanische Antriebseinheiten aus einem Dieselmotor und Getriebe treiben je eines der beiden Gestelle an beiden Achsen an. Auffällig ist der RS1 durch seine Konstruktion, die der eines Fachwerkbrückenträgers entspricht. Die Fensterstege sind daher schräg und geben ihm ein anfangs unverwechselbares Aussehen, welches er mittlerweile mit dem Bombardier Itino teilt. Betrieblich ist der Regio-Shuttle für Vollbahnverkehr im Einmannbetrieb uneingeschränkt verwendbar. Die relativ kleine Fahrgastkapazität (Maximum unter 170 Personen) kann dadurch ausgeglichen werden, dass Regioshuttles der neuesten Bauserie in bis zu sechsfachen Mehrfachtraktionen gefahren werden können. Ein Gespann aus fünf RS1, das Maximum der ersten Bauserien, kann dann eine Spitzenlast von knapp 850 Fahrgästen bewältigen.

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